Im September 2021 lagen zwei quadratische Leinwandplatten nebeneinander auf meinem Ateliertisch, grundiert im selben kühlen Grau. Auf der einen sammelte sich Neongelbgrün wie erstes Licht, auf der anderen glühte Orange. Fast fünf Jahre trugen die beiden die Verlegenheitsnamen „Ohne Titel I“ und „Ohne Titel II“. Seit dieser Woche heißen sie „Wachtraum“ und „Wachposten“, und mich wundert, dass es je anders war.

„Wachtraum“ und „Wachposten“ sind zwei kleine Acrylbilder aus meiner Acryl-&-Fineliner-Phase von 2021: je 25 × 25 cm, Acryl und Tuschelinie auf Leinwandplatte, handsigniert und mit Echtheitszertifikat. Beide sind Unikate und für je 590 € inkl. 7 % MwSt. direkt im Shop erhältlich, einzeln oder als Paar.

Woher die beiden kommen

Die Acryl-&-Fineliner-Arbeiten von 2021 sind die Schwestern meiner Aquarellserie aus demselben Jahr, einer Zeit gravierender Umbrüche. Auf der Leinwand wurde die Sprache physischer: Erst setzt der Spachtel pastose Farbinseln, dann wandert die feine Fineliner-Linie hinein wie ein Nervensystem. Sie verbindet Inseln, umkreist Leerstellen, öffnet Augen. In einem Instagram-Beitrag aus jener Zeit habe ich notiert: „Manches Bild kommt völlig unverhofft. Plötzlich ist es da, und ich hab den Eindruck, es hat sich selbst gemalt.“ Genau so sind diese beiden entstanden.

„Wachtraum“: wache Augen im hellen Grau

Abstraktes Acrylbild „Wachtraum“ von Marcela M. Kozlik – Farbinseln in Neongelbgrün auf Grau mit Fineliner-Wirbeln und Augen, 25 × 25 cm, 2021

Auf dem kühlen Grau treiben Farbinseln in Neongelbgrün und Schwarzweiß, darüber liegt ein Knäuel eng gerollter Linienwirbel, in dem einzelne Augen aufwachen. Eine einzige Linie wandert um alles herum, zeichnet Räume, setzt kleine Spiralen und endet am rechten Rand als zuckendes Band. Das Bild träumt mit offenen Augen. Daher der Name.

Detail aus „Wachtraum“ von Marcela M. Kozlik – dicht gerollte Linienwirbel mit wachen Augen in Neongelbgrün

„Wachposten“: ein Auge hält die Stellung

Abstraktes Acrylbild „Wachposten“ von Marcela M. Kozlik – orange, schwarze und weiße Spachtelbahnen mit großem Fineliner-Auge, 25 × 25 cm, 2021

Beim Gegenstück lagern die Farben wie Sedimente übereinander: leuchtendes Orange, ein schwarzes Band, ein weißes. Mitten im Dunkel öffnet sich ein großes, fein gestricheltes Auge und hält die Schichten im Blick, während am oberen Rand zwei geringelte Türme wachsen. Wo „Wachtraum“ treiben lässt, steht „Wachposten“ Wache.

Detail aus „Wachposten“ von Marcela M. Kozlik – fein gestricheltes Auge im schwarz-weißen Farbband

Zwei kleine Bilder, ein Gespräch

Zwei kleine Bilder wirken als Paar am stärksten, wenn sie auf einer gemeinsamen Mittelachse hängen: fünf bis acht Zentimeter Abstand zwischen den Kanten, die Bildmitte etwa auf 145 Zentimetern Höhe. Quadratische Formate wie 25 × 25 cm vertragen auch die Hängung übereinander, etwa im Flur oder neben einer Tür.

„Wachtraum“ und „Wachposten“ teilen sich die Palette und widersprechen sich im Temperament: hier das helle, verspielte Gelbgrün, dort die glühende Konzentration des Orange. Nebeneinander gehängt beginnen sie ein Gespräch, das man jeden Tag anders hört. Kleine Formate mögen Nähe – über dem Schreibtisch, im Regal auf eine kleine Staffelei gestellt, an schmalen Wandstücken, für die große Leinwände zu laut wären. Wer mehr aus dieser Werkgruppe sehen möchte, findet die Acrylgemälde gesammelt im Shop.

Häufige Fragen

Was kosten „Wachtraum“ und „Wachposten“?

Jedes der beiden Bilder kostet 590 € inkl. 7 % ermäßigter MwSt., der versicherte Versand innerhalb Deutschlands ist enthalten. Der Preis folgt meiner offenen Formel aus Höhe plus Breite mal Künstlerfaktor 11 – nachzulesen im Beitrag „Was kostet ein abstraktes Original?“.

Kann ich die Bilder einzeln kaufen?

Ja. „Wachtraum“ und „Wachposten“ sind eigenständige Unikate und einzeln erhältlich. Als Paar gehängt verstärken sie einander, jedes besteht aber auch allein.

Wie hänge ich ein Bild im Format 25 × 25 cm richtig auf?

Kleine Formate hängen am besten dort, wo man ihnen nahe kommt: Bildmitte auf etwa 145 Zentimetern, gern an schmalen Wandflächen, im Flur oder über dem Schreibtisch. Ein 25 × 25 cm großes Bild lässt sich auch ungerahmt auf ein Regal oder eine kleine Staffelei stellen.

Sind die Bilder signiert?

Beide Bilder sind von Hand signiert und werden mit Echtheitszertifikat und Werknummer verkauft. Es handelt sich um Originale auf Leinwandplatte, nicht um Drucke.

Eignet sich ein kleines abstraktes Original als Geschenk?

Ein kleines Original ist eines der persönlichsten Geschenke, die ich kenne: erschwinglicher als ein Großformat, ein Unikat mit Geschichte, und es passt in fast jede Wohnung. Wenn Sie unsicher bei der Auswahl sind, schreiben Sie mir gern – gemeinsam finden wir das passende Werk.

Und wenn eines der beiden Sie beim Betrachten nicht mehr loslässt: „Wachtraum“ und „Wachposten“ warten im Shop.

Herzlich,
Marcela Margret Kamanis (ehem. Kozlik)