Im Oktober fangen die Listen an. Jemand soll etwas bekommen, das nach drei Wochen noch da ist, und spätestens beim dritten Vorschlag merkt man, wie wenig man über den Geschmack eines Menschen weiß, den man seit Jahren kennt. Kunst verschenken ist eine Antwort darauf, und eine, die Mut braucht. Ein Original lässt sich nicht beiläufig aussuchen. Es sagt etwas über den, der es gibt.
Das Wesentliche zuerst: Ein Original passt als Geschenk, wenn Sie beim Aussuchen den Menschen vor Augen haben und erst danach seine Wand, und wenn das Format klein genug ist, um in jedem Zuhause einen Platz zu finden. Signatur, Werknummer und Echtheitszertifikat gehören dazu, ebenso der versicherte Versand und das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen.
Woran erkenne ich, welches Bild zu einem Menschen passt?
Schauen Sie auf das, was der Mensch schon hat. Die Farbe der Jacke, die er seit Jahren trägt. Ob die Wohnung hell und leer ist oder voller Bücher. Ob er vor Bildern stehen bleibt oder an ihnen vorbeigeht. Daraus lässt sich mehr lesen als aus jeder direkten Frage nach dem Lieblingsbild.
In meinen Acrylbildern gibt es Augen und Spiralen. Die Augen stehen für Bewusstsein, die Spiralen für Energiezentren, und die feine Tuschelinie zieht sich zwischen den gespachtelten Farbinseln hindurch wie ein Nervensystem. Manche Menschen fühlen sich davon gesehen, andere eher beobachtet. Beides ist eine Reaktion, und beide sagen Ihnen, ob Sie richtig liegen. Oft gibt auch der Titel den Ausschlag. „Geborgen“ oder „Leichtes Gepäck“: Ein Titel benennt, was jemand gerade braucht oder gerade hinter sich hat.
Kunst verschenken im kleinen Format: 20 × 20, 25 × 25 und Aquarelle
Ein kleines Bild stellt keine Bedingungen. Es findet an einer Flurwand Platz oder auf einem Regal, und niemand muss dafür ein Sofa verrücken. Auf einem 20 × 20 steht die gespachtelte Farbe genauso hoch wie auf einem Meter Leinwand, die Fineliner-Linie darüber ist dieselbe. Es ist dasselbe Bild in größerer Dichte. Wer es in der Hand hält, spürt das Gewicht und sieht die Kante, an der die Farbe aufhört.
Meine 20 × 20 wie „Geborgen“ liegen bei 470 Euro, die 25 × 25 bei 590 Euro. Die Aquarelle auf Hahnemühle-Papier im Format 14 × 21 cm kosten 410 Euro, die Mini-Aquarelle mit 11 × 11 cm 280 Euro. Warum ein kleines Original im Raum oft mehr tut, als sein Maß vermuten lässt, habe ich am Beispiel von „Inkarnation“ beschrieben: warum ein kleines Original große Wirkung entfaltet.
Das Echtheitszertifikat gehört zum Geschenk
Zu jedem Werk gehört ein Echtheitszertifikat mit Titel, Technik, Maßen und Jahr, dazu meine Signatur auf dem Bild und eine eindeutige Werknummer. Legen Sie das Zertifikat mit ins Päckchen. Es ist das Blatt, das aus einem schönen Bild nachweisbar ein Original macht, auch in zwanzig Jahren, wenn der Beschenkte nicht mehr weiß, woher es kam. Für viele ist genau dieses Blatt der Moment, in dem das Geschenk ernst wird. Was ein Original von einem Druck trennt, steht in meinem Beitrag zu Original und Kunstdruck.
Versand, Widerruf und die Frage, was passiert, wenn es nicht passt
Innerhalb Deutschlands versende ich kostenlos und versichert. Rechnen Sie mit einigen Tagen, bis das Bild bei Ihnen ist, und bestellen Sie lieber in Ruhe als in der letzten Woche vor dem Fest. Falls es nicht passt, gilt das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Die Frist beginnt, sobald das Bild bei Ihnen ankommt; wer früh im Dezember bestellt, hat sie am Heiligabend also meist schon hinter sich. Deshalb mein Rat: Packen Sie das Bild einmal selbst aus und prüfen Sie ehrlich, ob es stimmt. Ein Geschenk, das Sie selbst eine Weile angeschaut haben, lässt sich ruhiger übergeben.
Die Alternative: ein gemeinsamer Ateliertermin in Köln
Manchmal ist die beste Form, Kunst zu verschenken, das Aussuchen selbst. Dann ist das Geschenk ein Nachmittag in meinem Atelier in Köln-Sürth, zu zweit, mit Zeit vor den Bildern. Dort stehen die Werke nebeneinander an der Wand und am Boden, man sieht Formate im Vergleich und das Nachmittagslicht auf den Spachtelbahnen, das kein Foto zeigt. Großformate ab 1.500 Euro gehen ohnehin nur über Anfrage oder Ateliertermin, nicht über den Warenkorb. Wie so ein Nachmittag abläuft, habe ich unter Abstrakte Kunst kaufen in Köln: Ateliertermine beschrieben. Anfragen können Sie ihn über meine Beratungsseite; schreiben Sie dazu, dass es ein Geschenk ist, dann stimmen wir den Termin diskret ab.
Häufige Fragen zu Kunst als Geschenk
Welche Kunst eignet sich als Geschenk?
Als Geschenk eignen sich vor allem kleine Originale, die ohne großen Umbau einen Platz finden, etwa Acrylbilder in 20 × 20 oder 25 × 25 cm und Aquarelle in 14 × 21 cm. Abstrakte Bilder lassen dem Beschenkten Raum für eine eigene Deutung. Signatur und Echtheitszertifikat machen das Geschenk zu einem Original mit Nachweis.
Wie finde ich ein Gemälde als Geschenk, das zum Geschmack passt?
Beobachten Sie, welche Farben der Mensch trägt und wie seine Wohnung eingerichtet ist, und achten Sie auf den Titel eines Werks. Zeigen Sie ihm lange vor dem Anlass beiläufig eine Werkansicht; eine Minute echter Aufmerksamkeit ist ein verlässlicheres Zeichen als jede Nachfrage.
Kann ein verschenktes Original zurückgegeben werden?
Für den Kauf im Shop gilt das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Erhalt des Werks. Es gilt für den Käufer, und die Frist läuft ab der Lieferung, also meist vor dem Fest. Wer das Bild selbst in Ruhe prüft, bevor er es weitergibt, nutzt diese Zeit sinnvoll.
Wie lange dauert der Versand eines Originals?
Innerhalb Deutschlands versende ich kostenlos und versichert. Planen Sie einige Tage ein, bis das Bild bei Ihnen ist, und bestellen Sie vor Weihnachten früh genug.
Kann ich einen Ateliertermin verschenken?
Ja. Ein gemeinsamer Termin in meinem Atelier in Köln-Sürth lässt sich über die Beratungsseite anfragen. Der Beschenkte sucht dort selbst aus, mit Zeit vor den Originalen und im Vergleich der Formate.
Alle Werke bis 1.500 Euro finden Sie mit Titel, Maßen und Jahr im Shop. Und wenn Sie jemanden gut kennen und trotzdem zwischen zwei Bildern stehen, schreiben Sie mir über meine Beratungsseite und erzählen Sie mir ein wenig von dem Menschen. Oft genügen zwei Sätze, damit die Wahl sich klärt.
Marcela Margret Kamanis (ehem. Kozlik)